führerscheinkosten

Das kostet der Führerschein in Deutschland (2023)

Alles, was Fahrschüler über die Kosten des Führerscheins wissen sollten

Im Jahr 2021 waren allein in Deutschland fast 20 Millionen Pkw-Führerscheine im Kartenformat registriert. Die aus Papier ausgestellten Führerscheine sind hierbei nicht einmal statistisch erfasst. Doch wie viel kostet ein Führerschein eigentlich? Die Antwort darauf ist nicht pauschal, da sich das Lerntempo der Kandidaten stark unterscheiden kann. Hier sind jedoch einige Preisspannen und Gesamtkostenbeispiele, die Fahrschüler bei der Kalkulation ihrer Führerschein-Kosten berücksichtigen sollten.

Führerscheinkosten 2023 – Das fällt an!

Fahrschulen sind per Gesetz zu Preiswahrheit und Preisklarheit verpflichtet. Für jeden angebotenen Leistungsbereich müssen sie einen festen Preis nennen, diesen in den Geschäftsräumen durch Aushang bekannt geben und einhalten. Es lohnt sich, vor dem Abschluss des Ausbildungsvertrags mehrere Anbieter miteinander zu vergleichen, da die Kosten allein keine verbindliche Aussage über die Qualität der Ausbildung beinhalten.

Die Fahrschulen erheben zunächst einen Grundbetrag, der zwischen 350 und 500 Euro liegt. Damit ist der theoretische Unterricht in zwölf Doppelstunden à 90 Minuten für den Grundstoff plus zwei für den Zusatzstoff abgegolten. Die Fahrstunden à 45 Minuten bilden den größten Kostenblock, für die je ca. 55 bis 70 Euro anzusetzen sind. Die Zahl der normalen Ausbildungsfahrstunden, auch Übungsfahrten genannt, hängt vom individuellen Lernfortschritt ab. Manche schaffen es in zehn, andere brauchen 25 Übungsstunden. Dazu kommen für alle zwölf Sonderfahrten.

Für das Lernmaterial wie Bücher, Online-Medien und -Zugänge zu Führerschein-Apps etc. werden rund 90 bis 120 Euro fällig. Die Gebühr für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung, also die Anmeldung durch die Fahrschule, kostet 60 bis 70 Euro, während die Vorstellung zur praktischen Prüfung im Durchschnitt 160 bis 250 Euro kostet.

Beispielrechnung aller Kosten 💡

KostenartBetrag (in Euro)
Anmeldegebühr100 – 250
Lernmaterial90 – 120
Theorieunterricht150 – 300
Praxisunterricht900 – 2000
Sonderfahrten400 – 800
Führerscheinantrag40 – 70
Theoretische Prüfung60 – 70
Praktische Prüfung160 -250

Die Kosten: Die Gesamtkosten für den Führerschein der Klasse B liegen also durchschnittlich zwischen etwa 2600 und 3500 Euro.

Gebühren für die Prüfung bei TÜV oder DEKRA

Zu den Kosten für die Vorstellung kommen die Gebühren für die theoretische (knapp 23 Euro) und die praktische Prüfung (rund 117 Euro) bei TÜV oder DEKRA. Diese Gebühren sind in allen Bundesländern gleich.

Unbedingt weitere Kosten beachten!

Wer den Führerschein beantragt, muss einen Erste-Hilfe-Kurs und Sehtest nachweisen. Die Kosten für den Sehtest variieren je nach Ort und liegen zwischen 0 und 5 Euro. Die Gebühr für den Führerscheinantrag bei der Straßenverkehrsbehörde liegt – unterschiedlich nach Bundesland – zwischen rund 38 und 70 Euro.

Kostenvergleich zwischen Fahrschulen

Es lohnt sich, die Angebote mehrerer Fahrschulen zu vergleichen, um die besten Preise zu finden. Die Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. empfiehlt folgende Richtwerte, um die Kosten einer Fahrschule grob zu beurteilen:

  • Der Grundbetrag sollte nicht mehr als das Zehnfache einer Normalfahrstunde kosten.
  • Eine Sonderfahrt sollte nicht mehr als das Eineinhalbfache einer Normalfahrstunde kosten.
  • Die Gebühren für die Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung sollten insgesamt nicht mehr als das Fünffache einer Fahrstunde kosten.
  • Der Teilgrundbetrag – sofern ihn eine Fahrschule nach nicht bestandener Theorieprüfung verlangt – sollte nicht mehr als das Fünffache einer Fahrstunde kosten.

Die Gesamtkosten des Führerscheins

Die Gesamtkosten für den Erwerb eines Pkw-Führerscheins der Klasse B hängen von verschiedenen Faktoren ab. Hier sind zwei Beispiele:

  • Beispiel 1: Schafft eine Kandidatin die praktische Prüfung nach zehn Übungsstunden und setzt bei jedem Kostenpunkt den unteren Wert an, belaufen sich die Gesamtkosten auf rund 2100 Euro.
  • Beispiel 2: Benötigt ein Aspirant 25 Ausbildungsfahrstunden und setzt bei jedem Kostenpunkt den oberen Wert an, werden die Gesamtkosten bei etwa 3800 Euro liegen.

Kosten bei Nichtbestehen der Prüfung

Wer die theoretische Prüfung nicht besteht, muss damit rechnen, dass die Fahrschule für die Weiterführung der Ausbildung den sogenannten Teilgrundbetrag in Rechnung stellt, sofern dieser im Ausbildungsvertrag festgehalten ist und die Fahrschule ihn auch in ihrer Preisinformation ausgewiesen hat. Auch bei einer erneuten Prüfung fallen erneut Gebühren an. Wer die praktische Prüfung nicht besteht, muss weitere Fahrstunden nehmen, die zusätzliche Kosten verursachen können.

Fazit

Die Kosten für den Erwerb eines Führerscheins können je nach individuellem Lernfortschritt und Fahrschule stark variieren. Fahrschüler sollten sich vor Abschluss des Ausbildungsvertrags über die Preise informieren und Angebote mehrerer Fahrschulen vergleichen. Eine gute Ausbildung und eine sichere Fahrweise sollten jedoch immer Vorrang vor den Kosten haben.

1 Kommentar zu „Das kostet der Führerschein in Deutschland (2023)“

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